Wir suchen Verstärkung! Hier geht es zu unseren offenen Stellen.

Wahlstation Verbraucherzentrale: Als Referendarin im Verbraucherschutz

Stand:
Carola Staab ist Juristin. Sie war im Frühjahr 2020 als Referendarin in der Wahlstation bei der Verbraucherzentrale Hessen tätig. Im Gespräch erzählt sie von ihren Eindrücken.

Carola Staab ist Juristin. Sie war im Frühjahr 2020 als Referendarin in der Wahlstation bei der Verbraucherzentrale Hessen tätig. Im Gespräch erzählt sie von ihren Eindrücken. 

Off

Frau Staab, warum eine Wahlstation bei der Verbraucherzentrale Hessen?

Ich interessiere mich schon lange für verbraucherpolitische Themen und hatte gelesen, dass die Verbraucherzentrale Hessen Rechtsreferendare ausbildet. Mich hat es gereizt, Rechtsverstöße aufzudecken, an Abmahnungen mitzuwirken und Verbraucherinteressen durchzusetzen. Die große Bandbreite an Rechtsthemen, die die Verbraucherzentrale abdeckt,  habe ich mir als sehr abwechslungsreich und spannend vorgestellt. 

Carola Staab war als Referendarin in der Wahlstation bei der Verbraucherzentrale Hessen
Carola Staab, Foto: privat

Mit welchen Themen hatten Sie zu tun?

Meine Ausbildung begann im ersten Lockdown. Wöchentlich gab es neue Verordnungen und Gesetze. Reisebeschränkungen traten in Kraft, Reisen und Flüge wurden storniert. Viele Menschen haben sich damals bei der Verbraucherzentrale Hessen gemeldet. Es drehte sich vieles um das Thema Corona. Das war sehr spannend, denn es gab ständig neue Entwicklungen. Ich konnte mithelfen, die vielen Fragen der Verbraucher zu beantworten.

Dazu gehörte zum Beispiel eine Übersicht zu Reisebeschränkungen in den Bundesländern. Ich habe aber auch mit an Abmahnungen geschrieben, Artikel für die Rubrik “Das ärgert uns” und Pressemitteilungen entworfen. Sogar beim Podcast “recht auf audio” konnte ich mich einbringen. In den wöchentlichen Telefonkonferenzen erhielt ich Einblick in die Arbeit der Beratungsstellen. 

Wie zufrieden waren Sie mit der Ausbildung?

Mein Ausbilder, Herr Lassek, und die Kollegen haben mich auf Augenhöhe wahrgenommen. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Ich durfte viel mitarbeiten und hatte sehr abwechslungsreiche und spannende Aufgaben. Die Themen waren praxisrelevant und für meine Prüfungen und die weitere Ausbildung sehr hilfreich. Insgesamt wurden meine Erwartungen übertroffen. Ich kann die Wahlstation bei der Verbraucherzentrale Hessen nur empfehlen. 

Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Es gab eine Pressemitteilung mit dem Titel „Airlines lassen Reisende im Regen stehen“. Hier ging es um die Wut und Machtlosigkeit der Verbraucher im Zusammenhang mit  Fluggesellschaften, die Kundengelder nicht zurückzahlten. Medien in ganz Deutschland haben das Thema aufgegriffen, auch die ARD-Tagesthemen und das heute journal des ZDF.  

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Staab.

Sparschwein steht auf Münzen vor Notizblock und Taschenrechner

Musterfeststellungsklage gegen Sparkasse Märkisch-Oderland

Die Sparkasse Märkisch-Oderland hat vielen Prämiensparern nach Ansicht der Verbraucherzentrale jahrelang zu wenig Zinsen gezahlt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) klagt deshalb gegen die Sparkasse. Am 26. Februar 2025 urteilte das Brandenburgische Oberlandesgericht. Um höhere Nachzahlungen für die Betroffenen zu erwirken, geht der vzbv nun vor den Bundesgerichtshof (BGH).
Hände mit Geldbörse und Taschenrechner von Rechnungen

Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) klagt erfolgreich gegen die GASAG AG

Das Kammergericht hat die Tarifspaltung des Berliner Gasgrundversorgers für unzulässig erklärt. Daraus können sich hohe Nachforderungen derjenigen Verbraucher:innen ergeben, die in den teuren Neukundentarif gefallen waren. Das letzte Wort wird aber wohl der Bundesgerichtshof haben.
Hände mit Geldbörse und Taschenrechner von Rechnungen

Musterfeststellungsklage gegen GASAG AG

2. Dezember 2021: Kunden:innen der GASAG in der Grund- oder Ersatzversorgung mit Gas zahlten vor diesem Datum 6,68 Cent pro Kilowattstunde. All jene Verbraucher:innen, bei denen der Belieferungsbeginn zwischen dem 2. Dezember 2021 und dem 30. April 2022 lag, zahlten mehr als 18 Cent. Der Tarif für Bestandskund:innen blieb wesentlich günstiger. Davon betroffen sind zehntausende Verbraucher:innen. Für sie kann sich der Preisunterschied schnell auf hunderte von Euro summieren und existenzbedrohend sein. Der vzbv hält das „Zweiklassensystem“ der GASAG für unrechtmäßig und will mit der eingereichten Musterfeststellungsklage den Betroffenen helfen.