Saisonale Lebensmittel sind besonders reif, wohlschmeckend und kommen oft aus der Region. Wer sich nach der Saison richtet, isst klimafreundlich und abwechslungsreich.
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Das Wichtigste in Kürze
Saisonal und regional hängen eng zusammen, sind aber nicht das Gleiche, denn auch importierte Produkte haben in ihrem Anbauland eine Saison.
Wer das Snackangebot nach der Saison richtet, isst automatisch abwechslungsreich und schützt das Klima.
Neue Lebensmittel können in saisonalen Aktionswochen eingeführt werden, wecken Neugier und fördern Akzeptanz.
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Essen, was die Natur grade bietet – so könnte man den Begriff „saisonal essen“ erklären. Klingt ein bisschen altmodisch, ist aber unter Klimagesichtspunkten ziemlich sinnvoll. Denn was grade Saison hat, kommt oft aus der Region und hat dadurch kurze Transportwege. Außerdem wird es reif geerntet und ist so oft besonders lecker. Saisonale Produkte gibt es nicht nur in Deutschland. Auch Orangen, Trauben oder Bananen haben eine Saison. Der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung (PDF) gibt einen Überblick.
Ist saisonal und regional das Gleiche?
Saisonal ist dann gleichbedeutend mit regional, wenn ausschließlich Produkte aus der Region auf den Teller kommen. Der Transportweg dieser Produkte ist kurz, was zusätzlich CO2 sparen kann. Da heute Orangen, Trauben und Bananen selbstverständlich zu unserem Speiseplan dazugehören, muss der Begriff der Saisonalität weiter gefasst werden. Denn auch diese Produkte haben in ihren Anbauländern eine Saison. Bei Lebensmitteln, die nicht in Deutschland wachsen, kann zum Beispiel die Saison am Mittelmeer interessant sein, denn auch das verkürzt den Transportweg im Vergleich zu Produkten aus Übersee. Bei verschiedenen Anbauregionen gilt es zusätzlich zu checken, ob überhaupt genug Wasser zu Verfügung steht oder ob der wasserintensive Anbau der Region schadet. Sicher ist auch: Egal ob in Deutschland oder am Mittelmeer, Produkte in der Saison sind besonders lecker.
Abwechslungsreich durchs Jahr
Wer am Schulkiosk auf saisonale und regionale Produkte achtet, isst rund ums Jahr automatisch klimafreundlich und abwechslungsreich. Denn mit den Jahreszeiten wechselt auch das, was in Hessen und Deutschland geerntet werden kann. So beginnt die heimische Erdbeersaison im späten Frühjahr. Im Mai folgt der Spargel aus unbeheiztem Anbau und ab September können Äpfel und Birnen geerntet werden, um nur einige zu nennen. Und das Tolle ist: Lebensmittel sind während der Saison häufig preisgünstiger zu haben. Der Saisonkalender der Verbraucherzentrale zeigt, wann welche Lebensmittel in Deutschland Saison haben und ist so ein idealer Ideengeber für vielfältige Klimasnacks am Schulkiosk. Wer den Saisonkalender auf dem Smartphone parat haben möchte, kann die App Grünzeit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nutzen. So ist der Saisonkalender immer dabei.
Jeder Bissen zählt
Um dem Klima etwas Gutes zu tun, genügt es völlig, darauf zu achten, wie sich das Angebot im Laufe des Jahres verändert. So kann es am Schulkiosk ein saisonales Angebot geben: Im Frühjahr gibt es den Fruchtquark mit Erdbeeren, im Herbst mit Äpfeln, Pflaumen oder Birnen. Im Sommer kommen Kopfsalat und Gurke auf das Käsebrötchen, im Winter bietet sich Feldsalat als frische Komponente an. Saisonale Aktionswochen bringen die unterschiedlichen „Stars der Saison“ auf den Teller. Die Jahreszeiten bieten viele Möglichkeiten, Snacks mit unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten anzubieten. Wer ein bisschen Verkaufsförderung leisten möchte, bietet die Snacks im Vergleich zu den regulären bzw. nicht saisonalen Angeboten zu einem kleineren Preis an.
TU DU’s fürs Klima
🍏 Gerne zugreifen! Saisonales Obst und Gemüse ist besonders reif und lecker. 🍽Vielfalt genießen! Das Angebot passend zur Saison verändern und so Abwechslung bieten. 🥪 Aktionswochen veranstalten! Regionale Lebensmittel je nach Jahreszeit in leckere Snacks verwandeln. 🌎 Aufmerksam sein! Auch bei Lebensmitteln aus dem Ausland die Saison im Herkunftsland beachten.
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