Fake-Shops, unseriöse Finanztipps auf Social Media oder Greenwashing: Fallstricke lauern auch im Alltag junger Menschen überall. Die Verbraucherzentralen setzen sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in der Schule nicht nur Mathe und Deutsch pauken, sondern auch auf ihren Alltag als Verbraucherinnen und Verbraucher vorbereitet sind. Schulen, die sich besonders engagieren, ehrt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit der Auszeichnung Verbraucherschule. Interessierte Schulen können sich ab sofort bewerben. Mitmachen können alle Schulen, die Kinder und Jugendliche in den Bereichen Ernährung, Finanzen, Nachhaltigkeit und Medien stärken. Die Bewerbungsfrist für diese Auszeichnungsrunde endet am 30. September 2025.
„Für Unternehmen sind Kinder und Jugendliche eine relevante Zielgruppe. Umso wichtiger ist es, jungen Menschen Verbraucherkompetenzen an die Hand zu geben“, sagt Peter Reinhardt, Referent für Verbraucherbildung bei der Verbraucherzentrale Hessen. Das hat auch die Kultusministerkonferenz (KMK) erkannt und sich bereits 2013 darauf verständigt, Verbraucherbildung flächendeckend in die Lehrpläne aufzunehmen. In acht Bundesländern gibt es inzwischen Vorgaben zu Verbraucherbildung an Schulen. Auch in Hessen gehören Finanzbildung und Verbraucherschutz seit 2022 zum Lehrauftrag der Schulen. „Verbraucherbildung ist Alltagsbildung. Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und trägt zur Chancengleichheit bei. Junge Menschen lernen so, ihren Alltag zu gestalten“, so Reinhardt weiter.
Verbraucherschulen in Hessen
Daher bewerben sich auch immer wieder hessische Schulen um die Auszeichnung als Verbraucherschule. Diese Schulen aus Hessen konnten die Jury bereits von sich überzeugen:
- Christian-Rauch-Schule, Bad Arolsen, Verbraucherschule Bronze
- Gesamtschule Niederwalgern, Weimar (Lahn), Verbraucherschule Silber
- Henry-Benrath-Schule, Friedberg, Verbraucherschule Silber
- Louise-von-Rothschild-Schule, Frankfurt, Verbraucherschule Silber
- Oskar-von-Miller-Schule, Kassel, Verbraucherschule Silber
- Solgrabenschule, Bad Nauheim, Verbraucherschule Gold
- Theodor-Fliedner-Schule, Wiesbaden, Verbraucherschule Silber
- Werner-Heisenberg-Schule, Rüsselsheim, Verbraucherschule Silber
- Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten, Gießen, Verbraucherschule Gold
Neue Bewerbungsrunde startet jetzt
Für die Auszeichnung als Verbraucherschule können sich alle allgemein- und berufsbildenden Schulen bis zum 30. September 2025 bewerben. Voraussetzung ist, dass sie im Schuljahr 2023/2024 und/oder im Schuljahr 2024/2025 Aktivitäten in mindestens einem der vier Handlungsfelder der Verbraucherbildung umgesetzt haben:
- Ernährung & Gesundheit
- Finanzen, Marktgeschehen & Verbraucherrecht
- nachhaltiger Konsum & Globalisierung
- Medien & Information.
Je nach Inhalt, Umfang und langfristiger Verankerung der Aktivitäten ist eine Bewerbung in den Kategorien Bronze, Silber und Gold möglich. Alle weiteren Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden interessierte Schulen unter www.verbraucherschule.de. Hilfreiche Tipps bietet zudem die Veranstaltung „Wie werden wir Verbraucherschule“ am 27. März 2025 von 16 bis 17 Uhr.
Schulen, die Verbraucherschule werden möchten, und deren Lehrkräfte unterstützt der vzbv mit kostenlosen Online-Fortbildungen, qualitätsgeprüften Unterrichtsmaterialien aus dem Materialkompass und einem Newsletter mit Good-Practice-Beispielen und aktuellen Informationen.
Weiterführende Links:
- Digitale Bewerbung über das Bewerbungsportal: https://bewerbung.verbraucherschule.de/
- Alle Informationen zur Auszeichnung und den Bewerbungskriterien: https://www.verbraucherbildung.de/auszeichnung-verbraucherschule
- Digitale Informationsveranstaltung „Wie werden wir Verbraucherschule“ am 27.03.2025, 16-17 Uhr:
https://www.verbraucherbildung.de/termin/wie-werden-wir-verbraucherschule-0 - Alle Online-Fortbildungen des Netzwerks: https://www.verbraucherbildung.de/meldung/neue-lehrkraeftefortbildungen-fuer-das-schuljahr-202425
- Übersicht aller bereits ausgezeichneten Verbraucherschulen: https://www.verbraucherbildung.de/ausgezeichnete-verbraucherschulen